 |
Hunde und Ferien Urlaubszeit ist Reisezeit. Die meisten Hundebesitzer nehmen ihren Hund mit, wenn sie verreisen. Allerdings ist das nicht immer möglich und manchmal auch nicht empfehlenswert, zum Beispiel bei längeren Flugreisen oder Kreuzfahrten. Dann müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund während Ihrer Abwesenheit optimal versorgt wird. Verreisen mit Hund
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund bereits ans Autofahren gewöhnt ist. Ihre Urlaubsreise sollte nicht seine erste Fahrt sein. Legen Sie regelmäßig Pausen ein. Und geben Sie Ihrem Hund dabei Gelegenheit, sich zu bewegen und etwas zu entspannen. Lassen Sie ihn ausreichend trinken und führen Sie ihn während der Pausen unbedingt an der Leine. Lassen Sie Ihren Hund an warmen Tagen nicht im geparkten Fahrzeug zurück. Sollte es für kurze Zeit doch einmal unumgänglich sein, so parken Sie mit leicht geöffnetem Fenster im Schatten. Bedenken Sie, dass der Schatten schnell wandert und Ihr Wagen dann in der Sonne steht. Die dann steigenden Temperaturen überlebt das Tier nicht lange. Reisen ins Ausland Für die meisten Ferienländer gibt es Vorschriften für die Einreise mit Tieren. Informieren Sie sich bei den jeweiligen Konsulaten und/oder Gesundheitsämtern, ob Gesundheitsrisiken bestehen und welche Impfungen und Vorkehrungen notwendig sind. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass einige Impfungen erst nach 14 Tagen ab Impfdatum wirksam werden. Dazu kann Sie Ihr Tierarzt beraten. Bevor Sie eine Reise ins Ausland antreten, sollten Sie sich nach den Bestimmungen für die Rückreise eines Vierbeiners erkundigen. Möglicherweise müssen Sie auch hier Impfungen nachweisen.
Allgemeine Bestimmungen Für den Transport von Heimtieren in der EU gelten folgende allgemeine Bestimmungen:
Hunde und Katzen brauchen einen gültigen Europäischen Heimtierausweis, um in andere Länder zu reisen. Der Ausweis beinhaltet eine Beschreibung des Tieres, seinen Namen, die Adresse des Besitzers und den Nachweis der Tollwutimpfung. Der neue Ausweis löst alle anderen, in der Vergangenheit benutzten, Reisedokumente ab. Bitte lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt informieren, wie Sie diesen Ausweis erhalten.
Hunde und Katzen müssen gegen Tollwut geimpft sein. Das erledigt Ihr Tierarzt und kann den Impfnachweis auch im Ausweis eintragen.
Haustierbesitzer sind verpflichtet ihre Tiere eindeutig kennzeichnen zu lassen. Neben dem Mikrochip ist auch eine Tätowierung als Kennzeichnung zugelassen. Beide Identifikationsmittel können von Ihrem Tierarzt angebracht werden.
Wenn Sie nach Irland, das Vereinigte Königreich, Schweden oder ein Nicht-EU-Land reisen möchten, müssen Sie darüber hinaus weitere Anforderungen erfüllen. Viele Nicht-EU-Staaten verlangen eine amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigung, die besagt, dass das vorgestellte Tier keine klinischen Anzeichen einer Tierseuche zeigt, nicht krankheitsverdächtig ist, sowie aus keinem tollwutgefährdeten Bezirk stammt. Diese amtstierärztlichen Gesundheitsbescheinigungen haben in der Regel nur eine sehr kurze Gültigkeitsdauer.
Besonders umfangreiche Bestimmungen für die Mitnahme von Hunden und Katzen haben nach wie vor Großbritannien und Irland, sowie Schweden. Hier müssen spezielle Formulare verwendet werden, die rechtzeitig von den zuständigen Behörden dieser Länder angefordert werden und dem Tierarzt zur Bestätigung der Impfungen und zum Erstellen der Gesundheitszeugnisse vorgelegt werden müssen.
Details für Europa
Unterbringung in Tierpensionen Überprüfen Sie, ob alle Zwinger, Anlagen und Tore gesichert und in gutem Zustand sind und ob ihr Hund genügend Auslauf hat. Hinterlassen Sie Namen und Anschrift Ihres Tierarztes, und informieren Sie sich darüber, wie bei Notfällen in der Tierpension verfahren wird und welche Impfungen notwendig sind. Außerdem informieren Sie die Betreuer über bestimmte Vorlieben Ihres Lieblings, zum Bsp. was das Futter angeht.
Ideal wäre es, Ihren Hund die Tierpension schon einmal übers Wochenende kennen lernen zu lassen oder diese für einige Stunden gemeinsam zu besuchen, bevor Sie ihn dort für längere Zeit unterbringen. Hunde im Urlaub Erkundigen Sie sich vorab, ob Hunde an Ihrem Urlaubsort willkommen sind. Und informieren Sie auch Ihr Hotel darüber, dass Sie mit Ihrem Hund anreisen werden. Die Reiseveranstalter und die Touristikverbände haben Listen mit Hotels, in denen Hunde willkommen sind. Für alle Fälle sollten Sie den Hund mit einem Adressanhänger am Halsband ausstatten, auf dem Ihre derzeitige Adresse und Telefonnummer stehen.
|
 |
 |
Sommer, Sonne, heisse Temperaturen: Worauf wir das ganze Jahr warten, kann vor allem für Hunde zu einer Tortur werden. Hier ein kleiner Hitzeratgeber:
Hunde regulieren die erhöhte Körpertemperatur ueber Hecheln, Frischluft- und Wasseraufnahme sowie Abkuehlung durch Baden. Kann der Hund diese Eigenmassnahmen nicht treffen (z.B. weil er im Auto eingesperrt oder in der Sonne angeleint ist), kann es leicht zu einem Hitzschlag, einem Sonnenstich oder zu Hyperthermie kommen.
Lassen Sie Ihren Hund nie bei warmen Temperaturen im geschlossenen Auto alleine zurück. Wartenden Hunden muss immer ausreichend Wasser zur Verfuegung stehen. Beachten Sie, dass Schattenplaetze schnell zu Sonnenplätzen werden, denn die Sonne wandert manchmal schneller als man denkt.
Meiden Sie die Mittags- und Nachmittagshitze: lange Spaziergänge möglichst in den kühlen Morgenstunden machen und tagsüber bitte schattige Plätze aufsuchen.
Füttern Sie besser am Abend, damit der Kreislauf des Tieres tagsüber nicht zu sehr belastet wird.
Stellen Sie Ihrem Vierbeiner viel frisches Wasser zur Verfuegung, aber bitte nicht eisgekühlt, sondern mit normaler Zimmertemperatur.
Dickfellige Hunde eventuell trimmen.
|
 |
 |
Streusalze stellen für die Hunde tatsächlich ein Problem dar. Vor allem in städtischen Gebieten, in denen es schwer möglich ist, auf ungesalzene Spazierwege auszuweichen. Grobe Salzkörner können Scheuerstellen entstehen lassen, die schmerzen, wenn sie mit Streusalz in Berührung kommen. Eine weitere Ursache für Scheuerstellen können Eisklumpen sein, die sich bei tiefen Temperaturen gerne zwischen den Zehen bilden.
Sollten Sie solche kleinen Verletzungen bei Ihrem Hund entdecken, behandeln Sie diese mit einem lauwarmen Bad aus Kamille oder kremen Sie die Wunden mit einer Wund- und Heilsalbe ein. Prophylaktisch können Sie vor dem Spaziergang die Pfoten mit Vaseline einreiben. Dadurch können sich Salz, Eis und Schmutz nicht zwischen den Zehen oder Ballen festsetzen.
Die winterliche Kälte vertragen die meisten Hunde viel besser als die Besitzer vermuten. Ein gesunder Hund muss nicht in einen Wintermantel gesteckt werden. Ausnahmen bilden Tiere, die an Knochen- oder Organerkrankungen leiden oder erst gerade frisch geschoren wurden
Langhaarige Hunde sollten vor allem im Winter gut gebürstet werden, weil sonst die Haare der Unterwolle absterben und somit dem Tier nicht mehr den nötigen Wärmeschutz garantieren.
|
 |