Kuvasz

Kuvasz


Allgemein
Wahrscheinlich war der Kuvasz schon zur Zeit der Völkerwanderung der Begleiter der Magyaren. Darüberhinaus wird die Meinung vertreten, dass der Kuvasz zu einer Zeit in Ungarn erschienen ist, als die Kumanen im Magyarentum aufgegangen sind (13. Jahrhundert). Zu dieser Zeit haben die Hirten den Kuvasz zum Schutz der Herden gegen wilde Tiere und Diebe eingesetzt. Vom Hochadel soll der Kuvasz unter anderem zur Jagd verwendet worden sein.

Im 19. Jahrhundert wurden mehr und mehr die Sümpfe trocken gelegt und der Ackerbau intensiviert. Anstelle des Hirtenwesens entwickelte sich eine kultivierte Viehzucht. Der ursprüngliche Verwendungszweck des Kuvasz verlor an Bedeutung. Sein Einsatz beschränkte sich nun auf die Bewachung der Eingänge von Gehöften und Siedlungen, und später wurde er im Dorf zum Hausbewacher.

Der Name Kuvasz ist türkisch und wird "Kuvass" ausgesprochen. Er bedeutet "Sicherheitswächter", "bewaffneter Wächter" oder "Beschützer".

Charakter
Die Erziehung des Kuvasz muß konsequent sein und im Welpenalter beginnen. Er ist von Natur aus kein Beller und Raufer, er besitzt sehr viel Selbstbewußtsein und eine hohe Beißschwelle.

Pflege
Trotz seines schneeweißen Haarkleides ist der Kuvasz sehr pflegeleicht. Ist er nach einem Spaziergang im Regen verdreckt, dann fällt der Schmutz, nach dem Trocknen des Haarkleides, von selbst heraus. Einmaliges Bürsten pro Woche ist, mit Ausnahme der Hündin während der Abhaarung vor der Hitze, ausreichend. Die Haare lassen sich sehr leicht aus Kleidung und Wohnung entfernen.

Auslauf
Obwohl er die Nähe der Familie sucht, ist er doch sehr gerne im Freien. Hierzu sollte er ausreichend Gelegenheit haben. Er ist sehr bewegungsfreudig und kann problemlos 15-20 km pro Tag traben. Durch sein üppiges Haarkleid und die dichte Unterwolle bereiten ihm Minustemperaturen keinerlei Probleme.

Stockmaß 66 - 75 cm
Gewicht 30 - 52 kg
Farben Weiß
Lebenserwartung bis zu 12 oder 14 Jahren
Funktion Begleit-, Schutzhund und Herdenbewacher
Gruppe FCI-Nr. 1.1 / 54
Herkunft Ungarn, Mittelalter